Warum BAföG beantragen, obwohl eine Förderung unwahrscheinlich ist ?!

Es kommt immer wieder vor, dass Studierende zu uns kommen, die schon wissen, dass sie kein BAföG bekommen und nach anderen Unterstützungsleistungen suchen. Meistens empfehlen wir ihnen erstmal trotzdem BAföG zu beantragen. Klingt erst einmal komisch, ist es aber nicht.

Zunächst gibt es zwei Möglichkeiten kein BAföG zu bekommen:

1. Man bekommt einen sog. Nullbescheid (Förderungsbetrag 0,00€). Dies heißt, im Moment sind nicht alle Bedingungen für eine BAföG-Förderung erfüllt, sollte dies jedoch der Fall sein, ist eine Förderung möglich.

2. Man bekommt einen sog. Ablehnungsbescheid (Förderungsbetrag -,–€). Damit ist gemeint, dass die Bedingungen für das BAföG nie erfüllt werden können und eine Förderung generell ausgeschlossen ist.

Beide Bescheide ermöglichen Studierenden aber die Möglichkeit andere Sozialleistungen, wie z.B. Wohngeld zu beantragen. Diese Leistungen wären den Hilfesuchenden zunächst einmal verwehrt, denn für Studierende ist das BAföG zuständig. Ist aber geklärt, dass durch einen Nullbescheid oder eine Ablehnung die Zuständigkeit des einen Gesetzbuches wegfällt, so kann ein Anderes an diese Stelle treten.

Deshalb ist es immer sinnvoll einen BAföG-Antrag zu stellen, auch wenn die Chancen auf eine Förderung sehr gering sind. So gibt es eventuell kein BAföG, aber dafür stehen andere Hilfsleistungen zur Verfügung.

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BAföG und der Übergang von Bachelor zu Master

Immer mal wieder kommen Studierende zu uns, die eine Ablehnung für ihr BAföG im Master bekommen. Meist stellt sich heraus, dass sie oft schon ihre Bachelorarbeit geschrieben haben, aber noch ein Praktikum besuchen oder einen Praxisbericht abgeben müssen. Die Studienordnungen lassen meist zu, dass ein Masterstudium schon begonnen werden kann, obwohl noch nicht alle Module im Bachelor abgeschlossen sind.

Das Problem an der Sache ist, dass sich dies negativ auf das BAföG auswirkt. Laut Förderungsgesetz muss erst ein Studienabschnitt abgeschlossen sein, bevor ein nächster gefördert werden kann. Fließende Übergänge wie oben beschrieben, kennt das BAföG nicht. So bekommt ihr eine Ablehnung für einen BAföG-Antrag im Master, weil ihr noch Leistungen für den Bachelor erbringen müsst. Eine Weiterzahlung ist in diesen Fällen meist nur dann möglich, wenn der Bachelor komplett abgeschlossen ist.

Berücksichtigt diese Regelung, wenn ihr auf BAföG angewiesen seit. Es ist nicht selten, dass Universitäten intern Regelungen schaffen, die mit dem BAföG kollidieren. Deshalb ist es immer ratsam im Übergang zwischen Bachelor und Master noch einmal in die Studienordnungen zu schauen und sich über die Regeln für eine BAföG-Förderung im Master zu erkundigen.

Es kann in Zukunft durchaus sein, dass im BAföG Ausnahmen festgehalten werden, die oben genannte oder ähnliche Fälle berücksichtigen. Da der Gesetzgeber auf die gängige Praxis oft nur träge reagieren kann.

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Studieren mit Handicap

Gelegentlich kommen Studierende zu uns und Fragen, ob sich Studierende mit Handicap an der Uni Hannover von den Studiengebühren befreien lassen können. Dies ist nicht generell möglich und geschieht nur auf Antrag.

Leider ist die Berücksichtigung einer Behinderung erst möglich, wenn es dadurch zu einer Verlängerung des Studiums kommt. So ist eine grundsätzliche Befreiung von den Studiengebühren schon am Anfang des Studiums ausgeschlossen.

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Elternunabhängiges BAföG und Anrechnung von Arbeitslosigkeit

Viele Studierende kommen zu uns mit der Frage, ob sie elternunabhängig gefördert werden können. Oftmals haben sie sich schon vorher kundig gemacht und wissen schon, dass dazu eine mindestens sechsjährige Erwerbstätigkeit nötig ist. Dazu gehört eine mindestens zweieinhalbjährige Ausbildung mit anschliessender Erwerbstätigkeit im erlernten Beruf. Auch Zeiten von Arbeitslosigkeit können für die sechs Jahre, die nicht zusammenhängend sein müssen, angerechnet werden. Doch da fangen die Probleme meist an.

Angerechnet werden können nur Zeiten, in denen ALG I bezogen wurde. Doch auch hier gilt nicht der reine Bezug. Der monatliche Bruttolohn muss aktuell mindestens 716,40€ betragen haben. Auch ALG I muss mindestens in dieser Höhe gezahlt worden sein. Dieser Betrag berechnet sich nach dem Bedarf in §13 Abs. 1 Nr. 2 und Abs. 2 Nr. 2 BAföG zuzüglich 20%.

Es kommt gelegentlich vor, dass Studierende während des Bezuges von ALG I unter diese Grenze fallen. Das führt dazu, dass diese Zeiten nicht auf die sechsjährige Erwerbstätigkeit angerechnet werden können.

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Die Beratung sucht schon wieder Nachwuchs

Erst vor kurzem haben wir über verschiedene Kanäle versucht, neue Leute für die Mitarbeit in der Beratung zu gewinnen. Die Nachfrage war groß und wir haben einige Interessierte eingeladen bei uns zu Hospitieren. Diesem Angebot kam leider kaum jemand nach.

Die Hospitation ist für uns als Beratung und auch für die Hospitierenden eine extrem wichtige Einrichtung. Wir als Beratung nutzen diese Zeit um euch kennenzulernen und zu schauen, ob das sowohl menschlich, als auch von der Beratungstätigkeit passen könnte. Dazu gehört auch, dass ihr in der Hospitationsphase Interesse zeigt und Fragen stellt, sofern gerade kein Beratungsgespräch stattfinden sollte. Vielleicht haben wir es versäumt, die Wichtigkeit dieser Kennenlernphase hervorzuheben. Darüber hinaus gibt es für die vierwöchige Hospitation auch keine Aufwandsentschädigung.

Aus diesem Grund suchen wir noch immer ein bis zwei interessierte Studierende, die Lust hätten, in der Beratung mitzuarbeiten. Meldet euch bei uns per Mail oder persönlich und wir klären dann direkt alles Weitere.

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Studienfinanzierungsmesse 2013

Ihr studiert oder wollt in absehbarer Zeit damit anfangen? Dann könnte die Studienfinanzierungsmesse, die am 13. Juni 2013 von 11:30-1530h im Foyer der Hauptmensa stattfindet, etwas für euch sein. Dort findet ihr Informationsstände verschiedener sozialer Einrichtungen und Beratungstellen rund um das Thema Studienfinanzierung. Neben den Ständen wird es auch Vorträge zu verschiedenen Themen geben. Die Teilnahme steht allen Interessierten offen.

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Große Nachfrage an Mitarbeit in der Beratung

Nach unserer Suchanzeige für neue Leute in der Beratung haben sich sehr viele Interessierte gemeldet, die nun die Möglichkeit bekommen, sich bei uns vorzustellen und ggf. zu hospitieren. Vorerst haben wir also genug Leute. Danke für das große Interesse und die vielen Bewerbungen. Wir werden im Herbst dieses Jahres noch einmal neue BeraterInnen suchen. Wenn ihr also Lust habt mitzumachen und dieses Mal die Chance verpasst habt, so meldet euch einfach im Herbst nochmal. Ihr werdet dann durch eine neue Anzeige auf der Homepage und im StudIP darauf aufmerksam gemacht.

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Die BAföG- und Sozialberatung sucht neue Leute

Hier mal ein Aufruf in eigener Sache: Die BAföG- und Sozialberatung der Uni Hannover sucht zurzeit dringend Nachwuchs zur Verstärkung des Beratungsteams. Zur Zeit sind wir eine studentische Gruppe von neun Leuten verschiedener Fachbereiche, die in eigenen Beratungsräumen Studierenden zu Fragen des BAföG- und Sozialrechts (Krankenversicherung, ausländische Studierende, Wohngeld, ALG II etc.) Hilfe anbietet.

Wir erwarten interessierte Studierende mit:

  • Interesse an der ehrenamtlichen Beratung von Studierenden und der Bereitschaft zum sozialen Engagement
  • Teamfähigkeit und Kommunikationsfreudigkeit
  • Interesse an sozialpolitischen Themen sowie der Wille sich in die juristische Materie des BAföG einzuarbeiten
  • Und einer längerfristigen Perspektive

Wir bieten euch:

  • Eine umfassende Einarbeitung und Qualifizierung (sowohl intern, als auch bei externen Bildungsstätten)
  • Einen abwechslungsreichen Beratungsalltag
  • Die Mitarbeit an Flyern, Broschüren und Artikeln
  • Und natürlich ein sehr nettes Team

Die Tätigkeit findet im Rahmen sog. SachbearbeiterInnenstellen statt und umfasst 4 Stunden in der Woche. Vergütet wird diese Arbeit mit einer Aufwandsentschädigung von 165€ pro Monat. Diese ist steuerbefreit, muss aber angegeben werden.

Wenn ihr Lust habt bei uns zu arbeiten, kommt einfach auf eine unserer Dienstbesprechungen (immer am ersten Dienstag im Monat um 1930h in den Räumlichkeiten des AStA). Dort klären wir in einem lockeren Gespräch die wichtigsten Fragen und versuchen uns erstmal kurz kennenzulernen. Danach lernt ihr die Beratung in einer vierwöchigen Hospitationsphase kennen, um im Anschluss zu klären ob sowohl wir uns, als auch ihr euch eine Zusammenarbeit vorstellen könnt.

Wenn ihr noch Fragen habt oder euch bewerben wollt, dann kommt einfach mal zu unseren Sprechzeiten vorbei oder schreibt eine Mail an sozialberatung@asta-hannover.de. Ihr braucht keine Bewerbungsmappen oder dergleichen einreichen. Sagt einfach, warum ihr Lust habt bei uns mitzumachen und wer ihr so seid.

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GEZ ab 01.01.2013

Ab 01.01.2013 tritt das neue Rundfunkgebührengesetz in Kraft. Damit einher geht eine Änderung der Gebührenerhebung. Ab 2013 muss jeder Haushalt GEZ-Gebühren bezahlen. BAföG-Empfängerinnen können sich auch weiterhin von der Gebührenpflicht befreien lassen und müssen dazu wie bisher die Bescheinigung zur
Befreiung der Rundfunkgebühren vorlegen.

Ein kleiner Tip noch für WGs:

Innerhalb einer WG muss nur eine Person GEZ bezahlen. Die anderen WG-Bewohnerinnen können sich von der Zahlungspflicht befreien lassen.

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Ab 31.12.2012 Wegfall von Teilerlässen bei Rückzahlung!

Ab dem 31.12.2012 gelten neue Regelungen für die Rückzahlung des BAföG. Bisher war es möglich sog. Teilerlässe auf die Rückzahlungssumme zu bekommen, wenn man:

1. Einen besonders guten Abschluss gemacht hat (zu den besten 30% des Jahrganges gehört)
2. Besonders schnell studiert hat
3. Die Rückzahlungssumme auf einmal begleichen kann.

Ab 31.12.2012 fallen die ersten beiden Gründe weg. Ein Teilerlass ist zukünftig nur noch bei Rückzahlung der Gesamtsumme möglich.

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