Elternunabhängiges BAföG und Anrechnung von Arbeitslosigkeit

Viele Studierende kommen zu uns mit der Frage, ob sie elternunabhängig gefördert werden können. Oftmals haben sie sich schon vorher kundig gemacht und wissen schon, dass dazu eine mindestens sechsjährige Erwerbstätigkeit nötig ist. Dazu gehört eine mindestens zweieinhalbjährige Ausbildung mit anschliessender Erwerbstätigkeit im erlernten Beruf. Auch Zeiten von Arbeitslosigkeit können für die sechs Jahre, die nicht zusammenhängend sein müssen, angerechnet werden. Doch da fangen die Probleme meist an.

Angerechnet werden können nur Zeiten, in denen ALG I bezogen wurde. Doch auch hier gilt nicht der reine Bezug. Der monatliche Bruttolohn muss aktuell mindestens 716,40€ betragen haben. Auch ALG I muss mindestens in dieser Höhe gezahlt worden sein. Dieser Betrag berechnet sich nach dem Bedarf in §13 Abs. 1 Nr. 2 und Abs. 2 Nr. 2 BAföG zuzüglich 20%.

Es kommt gelegentlich vor, dass Studierende während des Bezuges von ALG I unter diese Grenze fallen. Das führt dazu, dass diese Zeiten nicht auf die sechsjährige Erwerbstätigkeit angerechnet werden können.

Dieser Beitrag wurde unter ALG I, Allgemein, BAföG abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar