Die wichtigsten Neuerungen im BAföG

Nach langer Zeit hat sich endlich wieder etwas im BAföG getan. Die 25. BAföG Novelle bringt viele Neuerungen mit sich. Die Wichtigsten davon möchten wir euch in diesem Artikel kurz und knapp vorstellen.

Mehr BAföG

Mit den erhöhten Bedarfssätzen steigt auch der BAföG-Höchstsatz. Studierende die nicht bei ihren Eltern wohnen, erhalten somit bis zu 649€. Wer noch bei seinen Eltern wohnt, darf sich über bis zu 451€ freuen. Die Zuschläge für die Kranken- und Pflegeversicherung werden auf 86€ erhöht (71€ KV, 15€ PV). Studierende mit Kindern erhalten zusätzlich 130€ für jedes Kind.

Höhere Vermögensbeiträge

Der Vermögensfreibetrag für Studierende lag bisher bei 5.200€. Das ändert sich ab WiSe 2016, dann ist ein Vermögen bis zu 7.500€ anrechnungsfrei. Für Ehe/Lebenspartner und Kinder erhöht sich dieser Freibetrag um jeweils 2.100€.

Höhere Einkommensfreibeträge

In Zukunft können Studierende monatlich bis zu 450€ verdienen ohne, dass ihnen Kürzungen des BAföG drohen. Für jedes Kind werden zusätzlich 520€ von der Anrechnung freigestellt und für Ehe/Lebenspartner 570€. Der Freibetrag für (Halb-) Waisenrente wird auf 130€ angehoben.

Förderung des vorläufigen Masters

Seit August 2015 kann bereits eine vorläufige Einschreibung in den Master gefördert werden. Die BAföG-Förderung erfolgt in diesem Fall unter Vorbehalt bis das Bachelorzeugnis der Hochschule vorliegt. Dieses Zeugnis muss dann spätestens nach einem Jahr der vorläufigen Einschreibung eingereicht werden, andernfalls wird das BAföG zurückgefordert.

Leistungsnachweis nach dem vierten Fachsemester

Je nach Prüfungsordnung musste ein Leistungsnachweis bisher bereits nach dem zweiten Fachsemester erbracht werden. In Zukunft wird der Leistungsnachweis nur nach dem vierten Semester fällig.

Höherer Vorschuss

Dauert die Bearbeitung eines Antrages länger als 10 Wochen haben Studierende die Möglichkeit einen Vorschuss zu erhalten. Dieser Vorschuss liegt weiterhin bei 80% des zu erwartenden Betrages, ist jedoch nicht mehr auf 360€ begrenzt.

Verkürzter Aufenthaltsnachweis

Ausländische Studierende, die unter bestimmten Voraussetzungen BAföG (§ 60a des Aufenthaltsgesetzes) erhalten, mussten bisher einen Aufenthalt von mindestens 4 Jahren in Deutschland nachweisen können. Diese Dauer wurde seit August 2016 auf 15 Monate verkürzt.

Dieser Beitrag wurde unter BAföG veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.