Was tun wenn das BAföG weg fällt?

Du erhältst kein BAföG, weil …

  • das Einkommen deiner Eltern zu hoch ist?
  • du die Förderungshöchstdauer überschritten hast?
  • du den erforderlichen Leistungsnachweis nach §48 BAföG nicht erbringen konntest?
  • du, ohne von der BAföG-Abteilung anerkannten Grund, deine Fachrichtung gewechselt hast?
  • du ein, nicht förderungsfähiges Studium (z.B. ein Zweitstudium), begonnen hast?
  • du die Altersgrenze von 30 bzw. 35 Jahren zu Beginn des Studiums überschritten hast?
  • …?

In diesem Artikel möchten wir dir weitere Möglichkeiten zur Studienfinanzierung aufzeigen.

Wohngeld

In einigen Fällen ist es möglich einen Antrag auf Wohngeld zu stellen.

Hierfür sind als Student folgende Dinge zu beachten:

  • Du benötigst einen Ablehnungsbescheid vom BAföG-Amt d.h. dass du dem Grunde nach kein BAföG-Anspruch hast
  • du musst ein Einkommen haben, das etwa dem Mindestgrundbedarf von ca. 404 € + deiner Kaltmiete pro Monat entspricht

Das Wohngeld ist lediglich als Mietzuschuss gedacht und dient nicht der Finanzierung deines Lebensunterhalts. Mit einem Nullbescheid vom BAföG-Amt erhältst du kein Wohngeld. Wer Leistungsanspruch hat und mehr über Wohngeld erfahren möchte, kann sich auf der Homepage der Stadt Hannover www.hannover.de/wohngeld-lhh weitere Informationen einholen oder schaut am Besten persönlich bei der Wohngeldstelle vorbei.

Übrigens ist seit dem 1. Januar 2016 ist der Wohngeldbedarf um 40 % gestiegen. Ob und wie viel Wohngeld ihr erhalten könnt, lässt sich mit einer Proberechnung auf www.wohngeldrechner.nrw.de ermitteln.

Darlehen und Kredite

Die meisten von euch wissen, dass der AStA ein zinsfreies Darlehen bis 450 auszahlt. Die Voraussetzung dafür sind, dass man Studierende an der Leibniz Universität ist und einen Bürgen hat, der das Darlehen selbst nicht in Anspruch genommen hat.

Desweiteren gibt es den KfW-Kredit mit dem das Erst- oder Zweitstudium, ein Ergänzungs- oder Aufbaustudium sowie das Promotionstudium finanziert werden kann. Zu beachten ist dabei, dass die Ausbildung vor Vollendung des 44.Lebensjahr begonnen wurde. Erhältst du BAföG musst du bereits nach dem 4. Fachsemester einen Leistungsnachweis erbringen. Beim KfW-Kredit hingegen ist dieser nach 5. bzw. 6. Fördersemester vorzulegen. Der Auszahlungsbetrag erfolgt unabhängig vom Einkommen und Vermögen und ist zwischen 100-600€ wählbar. Mehr Infos dazu könnt Ihr auf folgender Homepage nachlesen: https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Studieren-Qualifizieren/Direkt-zum-KfW-Studienkredit/

Für diejenigen die nicht länger als 12 Monate bis zum Abschluss benötigen, gibt es das Studienabschlussdarlehen des Studentenwerks Hannover. Das ist für deutsche und ausländische Studierende, die die Regelstudienzeit um nicht mehr als 8 Semester aus wichtigen Gründen/Grund überschritten haben. Es besteht hier keine Altersgrenze und wird für Erststudium bzw. konsekutiver Masterstudiengang an staatlich anerkannter deutscher Hochschule finanziert. Eine Bescheinigung, dass das Studium innerhalb eines Jahres beendet wird, sollte vorliegen. Das Studienabschlussdarlehen richtet sich nach dem BAföG-Satz und für den Antrag ist eine Bürgschaft nötig. Um Näheres zu erfahren, geht auf die Seite des Studentenwerks www.studentenwerk-hannover.de/darlehen.html

Stipendien

Es gibt eine Vielzahl von Stipendien. Oftmals kennt man nur die großen Stiftungen, wie zB. die Hanns-Seidel-Stiftung (CSU), Rosa-Luxemburg-Stiftung (Die Linken) oder Hans-Böckler-Stiftung (DGB). Diese Stiftungen richten sich nach deiner Leistung/Begabung und deinem Engagement. Sie gehören zu den 13 Begabtenförderungswerken, die vom Bundesbildungsministerium finanziell gefördert werden und somit den gleichzeitigen Bezug von BAföG ausschließen. Es gibt jedoch zahlreiche weitere Förderungseinrichtungen, wo Leistung/Begabung keine Rolle spielen.

Welche das sind und welches Stipendium zu euch passt, könnt ihr auf https://www.stipendienlotse.de/ herausfinden.

 

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